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mHealth: Vorteile für Nutzer statt Ärger mit Daten

Von Richard James
Spezialversicherer

In der wissensbasierten Gesellschaft von heute kümmert sich zunehmend jeder Einzelne um seine eigene Gesundheit. Dieser Trend in Kombination mit der starken Zunahme von vernetzten Geräten hat einen großen Markt für mHealth Apps geschaffen. Allerdings sorgt der mobile Zugang zu persönlichen Daten auch für zunehmende Sicherheits- und Datenschutzbedenken.

Ein moderner Gesundheitsservice
mHealth Apps bieten eine Vielzahl an Lösungen zur Gesundheitsvorsorge, von der Überwachung der Ernährung und der körperlichen Aktivität bis zu raffinierten Funktionen zu Diagnose und Behandlung. Der zunehmende Trend zur individuellen Gesundheitsvorsorge und eigenverantwortlichen Behandlung macht es leichter und realistischer, ein gesundes Leben zu führen.

Diese Technologie geht einen Schritt weiter, weil sich die damit verbundenen Vorteile nicht nur auf die jeweilige Einzelperson konzentrieren. Durch den Einsatz der Daten können Krankheiten besser diagnostiziert, nachverfolgt und überwacht werden, wodurch öffentliche Gesundheitsinformationen in Echtzeit in stärkerem Maße verfügbar werden. Die Gesundheit der Bevölkerung kann durch den Austausch von Informationen und ein tieferes Verständnis verbessert werden, allerdings unterliegt die Verwendung von persönlichen Daten auch strengen Datenschutzbestimmungen.

Datenbezogene Risiken im Gesundheitsbereich
Im August 2016 stellte ein Bericht des Future of Privacy Forum fest, dass gerade einmal 76 Prozent der mHealth Apps ihren Nutzern die Datenschutzbestimmungen zugänglich machten. Dies unterstreicht datenschutzrechtliche Bedenken, da eine zunehmende Anzahl an Personen ihre persönlichen Daten in diese Anwendungen eingibt und damit Angriffen durch Hacker ausgesetzt sein kann.

mHealth Apps müssen die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen einhalten, zudem ist eine Abwägung der Sicherheitsrisiken und Folgen von Datenschutzverletzungen erforderlich. Sind sich Anbieter von mHealth Apps dieser potentiellen Bedrohungen jedoch bewusst, können sie proaktiv entgegenwirken und bei Bedarf die Sicherheitsvorkehrungen verstärken.

Der Datenschutz und daraus resultierende Verletzungen sind aber nur eines der datenbezogenen Risiken, mit denen Anbieter von mHealth Apps konfrontiert sind. Unzutreffende Angaben, eine falsche Anwendung der App oder die Fehlinterpretation der Empfehlungen können darüber hinaus zu bedeutenden Gesundheitsrisiken für den Benutzer führen, der in der Folge vom Anbieter eine Entschädigung verlangen könnte.

Und genau hier bieten wichtige Risikomanagementprozesse wie beispielsweise Anforderungen an die Hersteller, einen Missbrauch der App zu überwachen oder andere wiederkehrende Risiken zu bestimmen, mHealth Anbietern zusätzlichen Schutz. Diese Datenschutzfragen werden mit der zunehmenden Beliebtheit von mHealth Apps weiter an Bedeutung gewinnen.

Gesundheitsvorsorge in Eigenregie
Der Trend zur individuellen Gesundheitsvorsorge folgt einer Vielzahl anderer Branchen, die den Weg zur Selbstorganisation eingeschlagen haben, wie das Bankwesen oder der Unterhaltungsbereich, wo mobile Geräte wie Smartphones und Tablets für eine digital mündige Gesellschaft gesorgt haben. Es wird erwartet, dass die eigenständige Gesundheitsfürsorge die Gesundheitskosten senken und den Patienten einen besseren Service bieten wird.

mHealth Apps bieten zweifelsohne sowohl für den Einzelnen als auch die Gesellschaft zahlreiche Vorteile, weil Gesundheitsexperten dank ihnen Trends erkennen und schnell handeln können. Allerdings müssen Anbieter von mHealth Apps auch unmittelbar und verantwortungsvoll auf Datenschutzverletzungen sowie die mit unzutreffenden Eingaben verbundenen Risiken reagieren und deren Folgen minimieren.

Die Feststellung, wer was verletzt beziehungsweise falsch verwendet hat, und die rasche Einstellung solcher Aktivitäten stellen einen wichtigen ersten Schritt dar. Nur indem operative Probleme und Reputationsschäden minimiert werden, kann der Anbieter Gewinn erzielen.

Der jüngste QBE Health Check Newsletter bietet weitere Informationen zu Datenrisiken von Unternehmen, die mHealth Apps einsetzen.

Da unsere Welt immer vernetzter wird, haben Apps, die ihre Benutzer selbständiger machen, enormes Potenzial. mHealth ist dabei ein wichtiger Bereich, für den sowohl die Nutzer als auch einschlägige Experten einen klaren Mehrwert erkennen. Allerdings müssen die Anbieter dieser Apps die damit verbundenen Daten ordnungsgemäß verwalten, um potenzielle Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

QBE bietet als Spezialist und führender Anbieter von Betriebs- und Arzthaftpflichtversicherungen umfassende Haftpflicht-Paketlösungen im Bereich mHealth. Unser Deckungsumfang beinhaltet: Behandlungsfehler, Betriebshaftpflicht einschließlich Missbrauch, Produkthaftung, Arbeitgeberhaftpflicht und Cyber Versicherung.